Letzte Woche kam ein Junge zu mir und fragte mich, ob ich nicht mit ihm und zwei, drei anderen Kameraden ins Kino komme. Da bei ihnen solche Dinge am liebsten am selben Abend geschehen müssen, holte ich die nötige Erlaubnis ein. Ich fragte einen Erzieher und der sagt nur, keine Problem. Mit vier Kids fuhren wir um 17.30 Uhr mit dem Auto hinunter in die Stadt. Wegen Stau trafen wir zehn Minuten zu spät an der Kinokasse ein. Ich drückte jedem Lempiras im Wert von fünf Franken in die Hand, mit den Worten: "Das muss reichen für Eintritt und Erfrischungen." Das Billet kostet hier und an diesem Tag einen Franken fünfzig. Zwei Jungs schickte ich ins Kino und mit den anderen besorgte ich Popcorn und Coca. Ich musste lächeln, als wir im Kinosaal eintrafen und die zwei anderen in der fünften Reihe sassen. Mir kamen Erinnerungen an meine ersten Kinobesuche in den Sinn - Vorderste Reihe. Nach zehn Minuten, leichter Halskehre und Augenflimmern, stand ich auf und verschob mich mit einem Chico in die hinteren Reihen. Nach fünf Minuten folgten die anderen drei:).
Nach 2.5 Stunden standen wir wieder beim Auto. Wir haben vergessen eine Türe abzuschliessen... Gott sei Dank, es ist noch alles da.
Die Kinder waren sehr zufrieden mit dem Abend und wie sie ihr verdientes Geld eingesetzt haben.
Liebe Grüsse
Thomas
Donnerstag, 16. August 2012
Samstag, 28. Juli 2012
Schlüssel im Auto - Was nun?
Zum zweitenmal in zwei Jahren habe ich die Schlüssel im Auto liegen gelassen.
Möglichkeiten:
Gruss Thomas
Möglichkeiten:
- Den Ersatzschlüssel mit einem Taxi holen.
- Kostenpunkt 25Franken für 1.5h Taxi fahren
- Sicherheitspersonal fragen ob er jemanden kennt der das Auto aufmachen kann
Gruss Thomas
Donnerstag, 26. Juli 2012
EXITO
Sich an den Erfolgen erfreuen
In dieser Woche hatten wir eine Sitzung mit vielen Beteiligten des Kinderheimes Rafael. Der Verantwortliche sprach mehrmals von einem Erfolg, dass die Jugendlichen solange im Kinderheim bleiben. Noch nie in der Geschichte des Kinderheims Rafel, mehrere Anläufe in zwei Jahrzehnten, lief es so gut wie heute. Anschliessend an diese Sitzung kam ein weiteres Team von Studentinnen, Studenten und Mitarbeitern vom Casa Alianza. Sie wollen mehr davon wissen, wie im Rafael gearbeitet wird und was der Grund dafür ist, dass die jungen Männer nicht ausreissen.
Ich bin gespannt und erfreut über den Exito. Ich merke, dass ich mich häufig nach mehr sehne und vergesse zurück zu schauen, mich einen Moment hinzusetzen und den Erfolg und die vielen Fortschritten in diesen bald zwei Jahren als Ansporn zu nehmen, aufzustehen und motiviert weiter zu gehen.
Liebe Grüsse Thomas
In dieser Woche hatten wir eine Sitzung mit vielen Beteiligten des Kinderheimes Rafael. Der Verantwortliche sprach mehrmals von einem Erfolg, dass die Jugendlichen solange im Kinderheim bleiben. Noch nie in der Geschichte des Kinderheims Rafel, mehrere Anläufe in zwei Jahrzehnten, lief es so gut wie heute. Anschliessend an diese Sitzung kam ein weiteres Team von Studentinnen, Studenten und Mitarbeitern vom Casa Alianza. Sie wollen mehr davon wissen, wie im Rafael gearbeitet wird und was der Grund dafür ist, dass die jungen Männer nicht ausreissen.
Ich bin gespannt und erfreut über den Exito. Ich merke, dass ich mich häufig nach mehr sehne und vergesse zurück zu schauen, mich einen Moment hinzusetzen und den Erfolg und die vielen Fortschritten in diesen bald zwei Jahren als Ansporn zu nehmen, aufzustehen und motiviert weiter zu gehen.
Liebe Grüsse Thomas
Spezielles Lager
Dieses Lager war in vielem anders als die vorherigen. Schon auf Grund der Liste der Kindernamen war uns klar, dass es eine Herausforderung sein wird. Es war eine sehr lebhafte Gruppe mit vielen Emotionen, vielen Provokationen, aber auch voller Begeisterung, wenn der erste Widerstand abgelegt war. Nachdem wir am Mittwochmorgen 2 Kinder ins Alianza zurückschicken mussten folgte ein ruhiger Tag. Der Donnerstag war wieder etwas emotionaler und "rebellischer". Ja, wir hatten es eigentlich in den vergangenen Lagern sehr ruhig und diesmal waren die Kinder so, wie ich mir eigentlich Strassenkinder vogestellt hatte. Die Woche lief trotzdem ohne grosse Zwischenfälle ab und am Ende der Woche staunten wir dass sogar M. noch da war; ein Junge, der immer wieder auf die Strasse zurückgeht, den wir schon oft mit seiner Leimflasche vor dem Alianza angetroffen hatten und der sich überhaupt nicht an Strukturen gewöhnt ist. Wenn er auch immer wieder sehr provozierend war und manchen von uns an die Grenze der Geduld gebracht hat, war es doch schön, die Begeisterung in seinen Augen zu sehen beim Singen, Wetkämpfe machen oder Spielen. Da war der andere Junge, dessen Hirn vom jahrelangen Konsum von Drogen (seit 9jährig) gelitten hat, dessen Herz aber voller Freude ist und der eine Lebensveränderung durch Jesus erlebt hat. Wenn er aufstand und gebetet oder strahlend gesungen hat wurde er oft ausgelacht. Doch sein einziger Komentar war: "es ist mir egal, wenn ihr lacht, ich singe nicht für euch sondern für Gott, der mir geholfen hat von den Drogen loszukommen." Und er meinte es auch so. Er hat mich stark beeindruckt.
Wir waren froh um die tatkräftige Unterstützung der 6 Deutschen und Schweizer, die mit den Kids ihre Zeit und Liebe geteilt haben. Danke.
Es grüsst euch herzlich Susan, die jetzt eine Woche auf der Reise mit den Schweizer-Deutschen genissen darf. Danke Thomas
Wir waren froh um die tatkräftige Unterstützung der 6 Deutschen und Schweizer, die mit den Kids ihre Zeit und Liebe geteilt haben. Danke.
Es grüsst euch herzlich Susan, die jetzt eine Woche auf der Reise mit den Schweizer-Deutschen genissen darf. Danke Thomas
Mittwoch, 27. Juni 2012
Es ist Regenzeit...
...und das heisst, werauch immer hinten auf dem Pickup sitzt, wird völlig durchnässt. Wenigstens bis jetzt.
Thomas hat mit seinen Mitarbeitern und den Jungs ein Dachgestell mit bequemen Bänken gezimmert und Heidi hat mit 2 Jungs Militärschlafsackhüllen zugeschnitten und zusammengenäht. Erfindungsgeist und Wiederverwertung sind in Honduras gross geschrieben und machen auch vor den Schweizern nicht Halt...Das Resultat lässt sich sehen und wird wohl bald getestet werden, am Himmel ziehen nämlich gerade wieder dunkle Wolken auf.
Bei einer Polizeikontrolle (die erste für Danilo am Steuer) fragte der Polizist, was denn die Konstruktion koste...
Thomas hat mit seinen Mitarbeitern und den Jungs ein Dachgestell mit bequemen Bänken gezimmert und Heidi hat mit 2 Jungs Militärschlafsackhüllen zugeschnitten und zusammengenäht. Erfindungsgeist und Wiederverwertung sind in Honduras gross geschrieben und machen auch vor den Schweizern nicht Halt...Das Resultat lässt sich sehen und wird wohl bald getestet werden, am Himmel ziehen nämlich gerade wieder dunkle Wolken auf.
Bei einer Polizeikontrolle (die erste für Danilo am Steuer) fragte der Polizist, was denn die Konstruktion koste...
Freitag, 22. Juni 2012
Veränderungen
Vielleicht kann ich die Veränderungen in den Jungs manchmal besser sehen als Thomas, der tagtäglich mit ihnen zusammenarbeitet. Regelmässig bin ich einmal wöchentlich dabei und sporadisch zusätzlich beim Sport.
11 der 15 Jungs sind fast seit 18 Monaten in Heim, drei davon sogar zwei Jahre. Es sind die kleinen Dinge, die mir auffallen.
Da ist zum Beispiel ein 16jähriger, der mir unsanft auf den Rücken klopft. Zwei Stunden später entschuldigt er sich jedoch während dem Fussballspiel.
Oder das Abschiedsfest von Therese: sie spendiert Würste, Salat, Kuchen und Getränke und die meisten bedanken sich mehrfach. Besonders die älteren Jungs finden auch öffenlich Worte des Dankes für Therese.
Beim Fussballspiel gehen sie (meist :-) ) anständig miteinander um und akzeptieren die Regeln, ohne dass einer davonläuft. Aus Individualisten beziehungsweise Egoisten sind Teamplayer geworden.
Viele haben in den letzten Monaten den Knopf aufgetan, das heisst zum Beispiel, dass sie lieber etwas arbeiten als vor dem Fernseher zu sitzen. Oder dass sie in der Schule zwei Klassen in einem Jahr absolvieren. Ganz besonders die schulische Leistung eines Jungen ist mir aufgefallen, der mit damals 13 Jahren vor zwei Jahren weder lesen noch schreiben konnte. Es war ihm auch vor kurzem noch nicht möglich einen Brief zu schreiben. Jetzt ist er ein super Rechner, schreibt fast fehlerfrei und hat sogar eine schöne Karte für seine Schweizer Patin gestaltet. Ich bin sicher, er wird dieses Jahr die vierte Klasse ohne Probleme abschliessen.
Ich staune auch immer wieder mit welchem Geschick sie handwerklich arbeiten. In Jedem steckt so viel Potenzial.
Aus schweizer Sicht sind das kaum nennenswerte Dinge, aber diese Jungs, die der Abschaum der Gesellschaft waren werden langsam mit kleinen Schritten zu Männern, die gerade stehen und ihren Weg gehen, auch wenn sie keine Musterjugendlichen sind...
Viele möchten auch den Weg mit Jesus gehen und wir sind überzeugt, dass sie ohne seine Hilfe nicht da wären, wo sie sind.
Liebe Grüsse,
Susan
11 der 15 Jungs sind fast seit 18 Monaten in Heim, drei davon sogar zwei Jahre. Es sind die kleinen Dinge, die mir auffallen.
Da ist zum Beispiel ein 16jähriger, der mir unsanft auf den Rücken klopft. Zwei Stunden später entschuldigt er sich jedoch während dem Fussballspiel.
Oder das Abschiedsfest von Therese: sie spendiert Würste, Salat, Kuchen und Getränke und die meisten bedanken sich mehrfach. Besonders die älteren Jungs finden auch öffenlich Worte des Dankes für Therese.
![]() |
| Die feinen Würste von Therese schmecken allen |
Beim Fussballspiel gehen sie (meist :-) ) anständig miteinander um und akzeptieren die Regeln, ohne dass einer davonläuft. Aus Individualisten beziehungsweise Egoisten sind Teamplayer geworden.
Viele haben in den letzten Monaten den Knopf aufgetan, das heisst zum Beispiel, dass sie lieber etwas arbeiten als vor dem Fernseher zu sitzen. Oder dass sie in der Schule zwei Klassen in einem Jahr absolvieren. Ganz besonders die schulische Leistung eines Jungen ist mir aufgefallen, der mit damals 13 Jahren vor zwei Jahren weder lesen noch schreiben konnte. Es war ihm auch vor kurzem noch nicht möglich einen Brief zu schreiben. Jetzt ist er ein super Rechner, schreibt fast fehlerfrei und hat sogar eine schöne Karte für seine Schweizer Patin gestaltet. Ich bin sicher, er wird dieses Jahr die vierte Klasse ohne Probleme abschliessen.
Ich staune auch immer wieder mit welchem Geschick sie handwerklich arbeiten. In Jedem steckt so viel Potenzial.
Aus schweizer Sicht sind das kaum nennenswerte Dinge, aber diese Jungs, die der Abschaum der Gesellschaft waren werden langsam mit kleinen Schritten zu Männern, die gerade stehen und ihren Weg gehen, auch wenn sie keine Musterjugendlichen sind...
| Wie sagt Heidi? Liebenswerte Schlitzohren! |
Liebe Grüsse,
Susan
Samstag, 16. Juni 2012
Abonnieren
Posts (Atom)


